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Ein paar weitere Infos...

Während all unserer "Schwarzwaldklinik-Jahre" konnten wir natürlich unzähliges Material, egal ob Bilder, Texte, Presseberichte uvm. zur Serie ansammeln. Allein die ganzen Presseberichte zur Serie einzuscannen und ins Web zu stellen, würde wahrscheinlich Monate dauern. Und so möchten wir auf den folgenden Seiten lediglich prägnante Geschichten und Anekdoten zur Serie einstellen. Es wird sich also nach und nach "füllen". Und schließlich sollten Sie auch noch bei uns persönlich vorbeischauen. Wenn jemand aus der Schwarzwaldklinik-Ära erzählen kann, dann sicherlich unser Chef, Rolf-Fritz Schill. Wir waren wirklich nah dran!


Auszug aus einem ZDF-Presse Special, Juni 1986

ZDF-Programmdirektor Alois Schardt
Eine Serie, die zum Phänomen wurde

"Schon der Pilotfilm der "Schwarzwaldklinik" fand eine in dieser Höhe nicht erwartete Zustimmung durch das Publikum. Alle weiteren Folgen konnten sich dann ebenfalls bewähren, wobei es festzuhalten ist, dass diese Unterhaltungsserie ein wahrhaftiges Familienprogramm ist, das heißt von jung und alt gesehen wird.

Nicht nur von der Akzeptanz her gesehen ist die "Schwarzwaldklinik" ein Phänomen. Sie war und ist Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Sie hat bei durchaus differenzierter Betrachtungsweise auch Eingang in die medien- beziehungsweise programmpolitische Diskussion gefunden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die "Schwarzwaldklinik" die Leistungsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dokumentiert und auch ein Zeugnis ist für die künstlerischen und produktionellen Kapazitäten in der Bundesrepublik Deutschland. Demenentsprechend ist es richtig, weitere Staffeln zu produzieren. Sicherlich bietet die "Schwarzwaldklinik" aufgrund ihrer Einstufung als Programmphänomen oder auch als Medienereignis andere Ansatzpunkte für die wissenschaftliche Forschung.

Erfolg mit einer populär unterhaltenden Eigenproduktion zu haben, ist in einer plural organisierten mehr und mehr aus wettbewerbsorientierten Medienlandschaft wohl keine Schande. Im Gegenteil. Insofern steht die "Schwarzwaldklinik" stellvertretend für viele andere erfolgreiche Serien und Reihen des ZDF. Darunter zählen Krimireihen wie "Derrick" und "Der Alte" zu internationalen Verkaufserfolgen, abgesehen von anderen szenischen Einzelproduktionen wie "Die Geschwister Oppermann" oder kulturellen Sendungen wie zum Beispiel "Die Welt der dreißiger Jahre". Mit der "Schwarzwaldklinik" ist aber für die Zukunft zu verbinden ein Durchbruch auf dem internationalen Markt der TV-Programme. Diese Entwicklung stimmt hoffnungsvoll, denn zum ersten Mal wurde eine deutsche Unterhaltungsserie auch in die USA verkauft, also in das Land, das seit Jahrzehnten mit vergleichbaren Produktionen sehr viele Länder unserer Welt versorgt. Der Ausnahmecharakter des Verkaufs einer deutschen Serie wird nicht bestritten. Er kann aber nichtsdestotrotz als Indiz für Vertriebsmöglichkeiten gewertet werden. Aber auch viele europäische Länder - in Ost und West - haben sich schon nach Anlaufen der "Schwarzwaldklinik" für dieses Programm interessiert und es inzwischen auch geordert.

Die Fernsehzuschauer warten auf neue Folgen der beliebtesten deutschen Unterhaltungsserie. Sie werden bei den nächsten Episoden ihre gewohnte "Schwarzwaldklinik" wiedersehen: Glaubwürdige sympathische Hauptpersonen mit ihren dienstlichen und privaten Handlungen in Geschichten, die die Fülle der Lebensrealität aufgreifen, aber auch Unterschied zwischen der "Serienrealität" und dem wirklichen Leben nicht verwischen. Die "Schwarzwaldklinik" wird ein modernes TV-Märchen bleiben."

Eine kleine persönliche Anmerkung vom Webmaster an dieser Stelle:
Auf der MIP, der internationalen Fernsehmesse in Cannes 1986, wurden 52 Folgen der ZDF-Serie an Paramount verkauft (Quelle: ZDF Presse Special, Juni 1986).
Die Folgen wurden in den USA jedoch wohl nie ausgestrahlt. Es gab amerikanische Krankenhausserien vor der Schwarzwaldklinik, zum Beispiel "General Hospital". Doch nicht allzu lange nach diesem Kauf brach ein regelrechter Ärzteserien Boom aus. Man nehme nur die Serie "Emergency Room" mit George Clooney in der Hauptrolle. Erlauben Sie mir ein kurzes persönliches Statement: da haben die wohl bei uns in Deutschland geklaut! Und die Zuschauer, die "ER" verschlungen haben sollten über die Qualität einer "Schwarzwaldklinik" sicherlich nicht negativ urteilen. Das wollte ich einmal gesagt haben.


Stand 1986 wurde die "Schwarzwaldklinik außerdem in folgende Länder verkauft (es folgten noch einige mehr)

Finnland, Polen, Frankreich, Schweden, Großbritannien, Südafrika, Holland, Südwestafrika, Italien, Ungarn, Island


Zitate zum Start der 2. Staffel (Quelle: ZDF Presse Spezial, 1986)

Gerd Bauer, Redaktionleiter ZDF

"Erfolg verpflichtet, - das ist jetzt am Beginn der Dreharbeiten für neue Folgen allen Beteiligten bewußt. Millionen Zuschauer haben sich mit den Personen der Serie identifiziert, - leben und leiden mit ihnen. Viele beklagten den Tod der Haushälterin Käti und wünschten in vielen Briefen an das ZDF, sie möge doch irgendwie wiederkommen. Viele Zuschauer spannen die Handlungsfäden für sich weiter; eine Illustrierte erhielt Tausende von Lesermanuskripten, in denen sich aus individueller Sicht Vorlieben und Abneigung dokumentierten und den Wünschen freie Bahn gelassen wurde. Allen diesen hochgespannten Erwartungen müssen wir, die Macher der Serie, weiterhin gerecht werden. Und dennoch - eine Serie ist wie das Leben: Da verliert man jemanden, den man liebgewonnen hat und lernt einen neuen Menschen kennen, den man vielleicht lieben lernen wird. Das lieb- und vertrautgewordene Alte und das überraschend Neue - beides wartet auf unsere Zuschauer in den neuen Folgen."

Herbert Lichtenfeld, Autor

"Natürlich ist Brinkann eine Wunschvorstellung. Ich halte den Wunsch aber für berechtigt. Lieber krank in der Schwarzwaldklinik, als gesund in der Lindenstraße..."

Gaby Dohm

"Ich freue mich sehr auf die Dreharbeiten und die Zusammenarbeit mit den "alten" Kollegen. Um mich auf die "Schwarzwaldklinik" vorzubereiten, habe ich - bis auf die Arbeit in neuen Episoden der Reihe "Das Traumschiff" - fast ein Jahr pausiert."

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